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31. 10. 2006

Human Rights Watch beweist Folter und Menschenrechtsverletzungen in Guinea
Der KV Dortmund fordert sofortigen Abschiebestopp

Zwei junge guineische Männer mit Schnitten, Peitschen-Striemen, Schwellungen und Blutergüsse am ganzen Körper sitzen auf einer Bank.Der Kreisverband Dortmund sieht sich durch einen aktuellen Bericht von Human Rights Watch in seiner grundsätzlichen Ablehnung der Abschiebungen nach Guinea bestätigt. Mitarbeiter von Human Rights Watch haben im April und Mai 2006 in Guinea recherchiert und sind zu einem erschreckenden Fazit gekommen: "Die Regierung Guineas erlaubt den Sicherheitskräften des Landes die Anwendung brutaler Gewalt und die Praktizierung von Folter." Opfer sind sowohl Menschen, denen kriminelle Straftaten vorgeworfen werden, als auch Angehörige der politischen Opposition. In Guinea herrsche - so Human Rights Watch - eine alltägliche und fest verankerte Kultur polizeilicher Brutalität ("entrenched culture of police brutality"). Zahlreiche Einzelbeschreibungen und Fotos belegen dies. Human Rights Watch beklagt, dass die Zustände in den Polizeistationen und Gefängnissen von der internationalen Öffentlichkeit nicht wahrgenommen würden.

Der Dortmunder Kreisverband fordert insbesondere bezüglich der derzeitig mit unerbittlicher Härte durchgeführten Massenabschiebungen einen sofortigen Abschiebestopp nach Guinea. Erklärungen der für die Abschiebungen verantwortlichen Behörden und Ministerien, abgeschobene Flüchtlinge hätten in Guinea nichts zu befürchten, erweisen sich als reine Zweckbehauptung. Abgeschoben werden sollen zahlreiche regimekritische und für guineische Oppositionsparteien aktive Flüchtlinge, die bereits vor ihrer Flucht inhaftiert und gefoltert worden waren. Das nordrhein-westfälische Innenministerium wurde am 11.8.2006 von Vertretern von Menchenrechtsorganisationen und einem Anwalt über die Zustände in Guinea informiert.

Hinweis: Der folgende externe Link öffnet ein neues FensterGuinea: Security Forces Torture, Kill With Impunity
Zusammenfassung des Berichts von Human Rights Watch in englischer Sprache

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Der vollständige Bericht von Human Rights Watch in englischer Sprache [ HTML ]

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Der vollständige Bericht von Human Rights Watch in französischer Sprache [ HTML ]

Hinweis: Der folgende externe Link öffnet ein neues Fenster.The Perverse Side of Things
Der vollständige Bericht von Human Rights Watch in englischer Sprache [ PDF 1.07 MB ]

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Der vollständige Bericht von Human Rights Watch in französischer Sprache [ PDF 1.07 MB ]

Bildnachweis: Das Foto wurde uns von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte zur Verfügung gestellt. Es wurde in Conakry, Guinea aufgenommen, vermutlich in einem Polizeigefängnis oder in einer Polizeistation. Datum und Fotograf sind bislang unbekannt.

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