Claudia Roth in Dortmund
 

Claudia Roth in Dortmund

Kreisverband
13.07.2021 – Bericht

Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Obfrau des Unterausschusses „Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik“, war heute zu Besuch in Dortmund und hat mit Anke Weber und Markus Kurth, den Dortmunder Bundestagskandidat*innen, das BVB Fanprojekt besucht.

"Richtig schön habt ihr's hier!" stellte Claudia Roth, GRÜNE Vizepräsidentin des Bundestags, gleich zu Beginn mit Blick auf die unzähligen Bilder und Fan-Schals an den Wänden fest. In den Räumen des Fanprojekts Dortmund traf sie sich zum Austausch mit dem Leiter des Fanprojekts Thilo Danielsmeier, mit Marieke Köhler von der Abteilung Corporate Responsibility des BVB und mit Alina Grijseels, Kapitänin der BVB-Frauenhandballmannschaft und der Nationalmannschaft. Begleitet wurde Claudia Roth von den GRÜNEN Direktkandidat*innen für den Bundestag Markus Kurth und Anke Weber.

Thilo Danielsmeier informierte über die Arbeit des Fanprojekts. Es will Anlaufstelle für Fans sein, sie mit Gesprächen und Angeboten unterstützen und ihre Perspektive vertreten. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Abbau von extremistischen Orientierungen, Vorurteilen, Feindbildern und speziell eventuell vorhandener Ausländerfeindlichkeit.
Sofort entwickelte sich eine Diskussion über die unterschiedlichen Fanszenen und die aktuellen Nöte der Fußballfans. Hierbei zog Claudia Roth, selbst bekennende Fußballanhängerin, fachkundig Vergleiche zwischen ihrem Heimatverein Augsburg und der Situation in Dortmund. Insbesondere betonte sie, wie wichtig es sei, dass sich Fans und Vereine dem Rassismus immer wieder entgegenstellen. Gemeinsam wurde festgehalten: "Die Fanprojekte sind ein wichtiges Element im Fußball und brauchen weiterhin politischen und finanziellen Rückhalt!"


Dass gesellschaftliche Verantwortung beim BVB einen hohen Stellenwert hat, erläuterte Marieke Köhler: "Dem BVB wie auch den Fans liegen Erinnerungsprojekte und Antidiskriminierungsarbeit sehr am Herzen, unter anderem organisieren wir regelmäßig Gedenkstättenfahrten, beziehen Position und schulen unser Personal im Stadion. Das BVB-Lernzentrum des Fanprojekts, ein außerschulischer Lernort für Jugendliche, ist bewusst im Stadion beheimatet und wird vom Verein aktiv unterstützt. Die Stiftung "leuchte auf" soll diese Werte verstetigen. Eine immer größere Rolle wird Nachhaltigkeitsmanagement einnehmen, hier ist noch Luft nach oben. Der Einsatz von Pfandbechern im Stadion ist z.B. ein für alle sichtbarer Schritt."

"Auch uns bewegen diese Themen natürlich, wenn wir auch weniger im Rampenlicht stehen als die Fußballprofis" berichtete Alina Grijseels, um danach anschaulich einen Einblick in den Alltag der Handballprofis zu geben. "Viele von uns arbeiten neben dem Leistungssport an ihrer Berufsausbildung, z.B. durch ein Studium. Leider erleben wir aber immer wieder, dass an einigen Hochschulen die Bereitschaft gering ist, flexibel auf unsere besondere Situation einzugehen und z.B. Prüfungstage zu verlegen oder die Präsenzpflicht auszusetzen, wenn wir für ein internationales Spiel im Ausland sind." Damit traf sie bei Markus Kurth auf offene Ohren, der zusagte, dies an geeigneter Stelle zum Thema zu machen.

"Es ist schon schade, dass wir ausgerechnet diese Saison, in der wir ohne einen einzigen abgegebenen Punkt Deutsche Meisterinnen wurden, komplett ohne Zuschauer*innen absolvieren mussten," ergänzte Alina Grijseels mit Blick auf die Corona-Zeit. Dies griffen auch die Vertreter*innen des Fanprojekts auf: Die Fußballfans haben die Corona-Einschränkungen über lange Zeit mitgetragen, jetzt bräuchten sie aber dringend eine Perspektive, wann und wie sie wieder bei Spielen ihrer Mannschaft dabei sein können. Gerade im deutschen Sport seien dafür sehr gute Konzepte entwickelt worden.
Dem stimmte auch Claudia Roth zu und ergänzte eine politische Forderung: "Natürlich ist die Expertise der Virologen wichtig. Aber Corona hat auch gezeigt: Eine Pandemie kann nicht nur aus medizinischer Sicht betrachtet werden. Es müssen auch gesellschaftliche Entwicklungen bei Entscheidungen einbezogen werden. Deshalb brauchen wir einen Pandemierat, in dem andere Professionen wie z.B. Pädagogik, Soziologie, Sportmedizin ebenfalls eine Stimme haben!"


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